Manuell
Damit die auf dem iPhone manuell neu erstellten Kontakte nicht z.B. auf dem sync.blue® CardDAV-Server, sondern z.B. im ebenfalls eingerichteten Exchange-Account gespeichert werden, muss der gewünschte sogenannte Standard-Account für Kontakte auf dem iPhone eingestellt werden (Einstellungen -> Apps -> Kontakte -> Standardaccount).
Via MDM
Damit z. B. das vorhandene Adressbuch des persönlichen Exchange‑Kontos als Standardaccount für Kontakte gesetzt wird, muss dieses zuerst auf dem iPhone eingerichtet worden sein. So würde der später eingerichtete sync.blue® CardDAV‑Account nicht zum Standardaccount werden und neue Kontakte verbleiben im zuerst eingerichteten Adressbuch. Dies ist eine Beschränkung seitens Apple iOS und nicht durch sync.blue® bzw. MDMs jeglicher Art beeinflussbar.
Allgemeine Tipps für die automatisierte Verteilung via MDM
Da Apple technisch keinen direkten MDM‑Parameter bereitstellt, um den Standard‑Kontakte‑Account festzulegen, lässt sich dieses Verhalten nur über die Reihenfolge der Konto‑Bereitstellung steuern. Folgende allgemeine Empfehlungen haben sich dabei bewährt:
1. Reihenfolge der Profil‑Installation sicherstellen
Exchange (bzw. das gewünschte primäre Konto) sollte immer als erstes auf das Gerät kommen. CardDAV‑ oder Dritt‑Kontaktquellen sollten erst danach verteilt werden. Dadurch bleibt Exchange in iOS automatisch das bevorzugte Standard‑Adressbuch.
2. Nutzung der Enrollment Status Page (ESP)
Die ESP kann helfen sicherzustellen, dass bestimmte Profile oder Schritte abgeschlossen sind, bevor der Benutzer in das System gelangt. Wird Exchange als „erforderlich“ markiert, stellt dies sicher, dass es frühzeitig und zuverlässig eingerichtet wird. CardDAV kann absichtlich nicht in die ESP aufgenommen werden und dadurch zeitlich verzögert nach dem Enrollment erscheinen.
3. Dynamische Zuweisung / Gerätegruppen einsetzen
Über dynamische Gerätegruppen oder Filter (z. B. „Gerät hat Exchange‑Profil“) kann gesteuert werden, dass CardDAV erst dann verteilt wird, wenn Exchange tatsächlich installiert ist. Dadurch wird verhindert, dass CardDAV „vor Exchange“ am Gerät landet und sich das Reihenfolgen‑Problem ergibt.
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