Wenn Mitarbeitende ihr CardDAV‑Passwort falsch eingeben – sei es in der Konfiguration der iPhone-Kontakte‑App, in der sync.blue® App für Android oder in einem MDM‑Profil – stellt sich schnell die Frage, ob dadurch andere Benutzer oder gar ganze Firmenzugänge beeinträchtigt werden.
Die gute Nachricht: Nein.
Dieser Artikel erklärt, wie sich wiederholte Fehlanmeldungen verhalten – und was nicht passiert.
1. Der sync.blue® MOBILE Storage verhält sich pro Verbindung – nicht global
Bei einer falschen Passworteingabe antwortet der sync.blue® MOBILE Storage (CardDAV-Server) grundsätzlich mit einer einfachen 401‑Fehlermeldung („Unauthorized“) – ausschließlich für diesen einzelnen Request.
Wenn der Server so konfiguriert ist, kann ein kleiner Sicherheits‑Delay auftreten (z. B. ca. 30 Sekunden), um triviale Brute‑Force‑Angriffe zu erschweren.
Dieser Delay betrifft jedoch nur die einzelne Verbindung des fraglichen Geräts.
2. Keine IP‑Sperren – auch nicht, wenn viele Nutzer dieselbe Firmen‑IP teilen
Modernes Firmen‑Networking funktioniert oft über zentrale Gateways oder NAT‑Firewalls. Das bedeutet:
von außen sehen viele Mitarbeitende aus wie eine einzige IP‑Adresse.
Daher besonders wichtig: Es wird niemals die IP-Adresse gesperrt.
Auch wenn ein Nutzer zehnmal hintereinander ein falsches Passwort eingibt,
betreffen mögliche Verzögerungen ausschließlich diese eine Anfrage.
Andere Mitarbeitende, die dieselbe externe IP nutzen, bleiben völlig unbeeinträchtigt.
3. Keine globale Sperre eines Nutzernamens
Selbst wenn ein Benutzer eines Unternehmens die Zugangsdaten mehrfach falsch tippt: der Benutzeraccount wird nicht serverseitig gesperrt.
D.h. andere Benutzer mit identischem Domain‑Suffix / Firmen‑Tenant bleiben uneingeschränkt nutzbar.
Der sync.blue® MOBILE Storage führ somit keine Account‑Sperren, die weitere Nutzer blockieren könnten.
4. Keine Auswirkungen auf andere Mitarbeitende oder Geräte
Selbst bei zahlreicher Falscheingabe:
- Geräte anderer Mitarbeitender synchronisieren weiter ganz normal
- MDM‑Profile anderer Nutzer bleiben aktiv
- Es kommt nicht zu Unterbrechungen der Firmen‑Kontaktbereitstellung
- Kein gesamter Firmenzugang wird „gebremst“ oder gesperrt
Fazit
Mehrfach falsche Passwort‑Eingaben verursachen ausschließlich Effekte auf der einzelnen Verbindung und auf dem einzelnen Endgerät.
Weder IP‑Adressen noch andere Nutzer oder Firmenzugänge werden jemals dadurch blockiert.
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